B4 - Brand Industriegebäude

Brand
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Einsatzort Details

Wilhelmsdorf Gewerbestrasse
Datum 05.05.2018
Alarmierungszeit 15:07 Uhr
Alarmierungsart Sirene + FME
Einsatzleiter Patrick Winkelhöfer
eingesetzte Kräfte

FF Wilhelmsdorf
FF Emskirchen
FF Ebersbach/Oberalbach
FF Neustadt a.d. Aisch
Kreisbrandinspektion NEA
Polizei
    Rettungsdienst
    FF Oberreichenbach (Lkr. ERH)
    FF Herzogenaurach (Lkr. ERH)
    UG ÖEL Landkreis NEA
    Brand-Gebäude

    Einsatzbericht

    Am Samstagnachmittag, den 05. Mai 2018 wurden wir gegen 15 Uhr zum Brand einer Zimmerei ins Wilhelmsdorfer Industriegebiet gerufen. Bereits auf der Anfahrt war eine enorme Rauchentwicklung zu erkennen. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich der Produktionstrakt der Zimmerei bereits in Vollbrand befand, die Flammen aber (geschützt durch eine Brandwand) noch nicht auf das angrenzende Wohnhaus übergriffen hatten.

    Als erste Maßnahme wurde eine massive Riegelstellung zum angrenzenden Wohnhaus mit 5 Trupps unter schwerem Atemschutz veranlasst, auch wurde sehr schnell ein mobiler Wasserwerfer in Stellung gebracht. Aufgrund des enormen Brandausmaßes begann bereits bei unserem Eintreffen die Produktionshalle (Stahlbauweise) einzustürzen. Angriffstrupps in dieses Gebäude zu schicken wäre viel zu gefährlich gewesen, sodass wir uns von Anfang an auf einen Außenangriff beschränken mussten.

    Auf der Gebäuderückseite begannen unterdessen die Feuerwehren aus Emskirchen und Neustadt/Aisch ebenfalls mit einer Riegelstellung um das Wohnhaus zu schützen und über das Wenderohr der Drehleiter die Flammen im Inneren der Halle zu bekämpfen. Auch wurde das Wohnhaus durch Trupps unter Atemschutz nach möglicherweise noch im Gebäude befindlichen Personen durchsucht. Ein noch im Haus befindlicher Hund konnte durch Anwohner durch eine sog. Katzenklappe gerettet werden.

    Da bei solchen Brandeinsätze erfahrungsgemäß große Menge Löschwasser benötigt werden und das Wilhelmsdorfer Industriegebiet durch seine Lage am Berg nur schwer mit Wasser versorgt werden kann, wurden hierfür bereits sehr frühzeitig weitere Maßnahmen ergriffen. So forderten wir bereits auf der Anfahrt die Feuerwehr Oberreichenbach, sowie weitere 1000m B-Schlauch über die Leistelle an. Kurze Zeit später begannen auch schon die Feuerwehr Oberreichenbach gemeinsam mit unseren Kräften und Kräften der Feuerwehr Neustadt/Aisch mit der Verlegung von zwei langen Schlauchleitungen zum Wilhelmsdorfer Staudamm bzw. einem Wehr im Albach. Als diese beiden Leitungen standen, war auch genügend Löschwasser vorhanden. Leider kam es dadurch zu unvermeidlichen massiven Verkehrsbehinderungen im Ort.

    Der massive Löscheinsatz zeigte dann auch zeitnah Wirkung, allerdings kamen wir durch das eingestürzte Dach nur sehr schwer an die Brandherde heran, sodass ein Bagger zum auseinanderziehen des Brandgutes angefordert werden musste. Hierfür forderten wir die Firma Spitzer aus Mausdorf an, welche uns anschließend hervorragend unterstütze.

    Durch die erzielten Löscherfolge konnten nach und nach Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden und wieder an ihre Standorte zurückkehren. Wir, als örtlich zuständige Wehr, hatten die Aufgabe mit dem Bagger weiter in das Gebäude vorzugehen und Glutnester abzulöschen. Als die Baggerarbeiten beendet werden konnten, war Mitternacht bereits vorüber. In den darauffolgenden Stunden mussten wir noch mehrfach wieder aufflammende Glutnester ablöschen, sodass einige Kameraden die ganze Nacht vor Ort blieben. Letztmals wurden dann am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr Glutnester bekämpft. Gegen 10 Uhr begann dann der Rückbau und unsere Aufräumarbeiten, welche sich bis ca. 13 Uhr hinzogen und uns auch noch an den Folgetagen beschäftigen werden.

     

    In den ca. 22 Einsatzstunden waren von der Feuerwehr Wilhelmsdorf über 40 Kameraden im Einsatz, 13 davon auch unter schwerem Atemschutz (nahezu alle waren min. doppelt im Atemschutzeinsatz). Auf Grund der Länge des Einsatzes wurden Trupps immer wieder getauscht. Einige gingen zwischenzeitlich für einige Stunden nach Hause um sich auszuruhen und kamen anschließend wieder an die Einsatzstelle.

     

    An dieser Stelle ergeht unser herzlicher Dank an alle beteiligten Kräfte, die uns bei diesem massiven Einsatz unterstützt haben! Nur durch eine überörtliche Zusammenarbeit war es möglich, dass Wohnhaus zu schützen und dafür zu sorgen, dass nach Stand der Dinge niemand verletzt wurde!

     

     

    sonstige Informationen

    Einsatzbilder

     
     

    Letzter Einsatz

    02.10.2018 um 05:23 Uhr
    Brand Zimmer
    Oberreichenbach
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