Vom 07. – 27. März 2026 ist der Main-Donau-Kanal für die Schifffahrt gesperrt. Im Rahmen der jährlich stattfindenden dreiwöchigen Sperrung finden Unterhaltsmaßnahmen im Bereich der Schleusen und Brücken statt. Diese Chance nutzten wir, um am Sonntag, den 15.03.2026 im Rahmen einer Übung zwei Schleusen zu besichtigen. Zunächst begrüßte uns der Wilhelmsdorfer Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schiffahrsamtes Main-Donau-Kanal Jakob Schaer an der Schleuse Eibach. Hier führte unser Weg zunächst in den Kontrollstand oberhalb der Schleusenkammer. Von dort konnten wir uns einen Überblick über die Schleusenanlagen verschaffen und erhielten einen Vortrag über den Main-Donau-Kanal und seine Bedeutung für die Schifffahrt, sowie die Wasserüberleitung vom Einzugsgebiet der wasserreichen Donau, in das des wasserarmen Mains.

Anschließend besichtigten wir die das mit einer Kammerlänge von 200 m, einer Nutzbreite von 12 m und einer Fallhöhe von knapp 20 m beeindruckende Bauwerk. Da an dieser knapp 50 Jahre alten Schleuse in 2026 keine vorgeschriebenen Wartungen durchgeführt werden müssen, war sie zwar außer Betrieb, blieb aber geflutet. So umrundeten wir das Schleusenbecken, besichtigten die seitlichen Sparbecken und die Maschinenräume.

Anschließend fuhren wir weiter zur nur wenige Kilometer entfernten Schleuse Nürnberg. In diesem Jahr stehen an dieser Schleuse zahlreiche Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an, weshalb sie bereits eine Woche zuvor trockengelegt wurde. Hierzu wurden beidseits der Schleuse mächtige Barrieren errichtet und anschließend über viele Stunden über 25.000 m³ Wasser herausgepumpt.

Da die Arbeiten eng getaktet sind und die Kanalsperrung unbedingt eingehalten werden muss, wird hier auch sonntags fleißig gearbeitet. Durch die eingesetzten Baumaschinen, wie hier einem Radlader, werden einem überhaupt einmal die Dimensionen richtig bewusst.

Durch die Trockenlegung hatten wir die Möglichkeit Bereiche zu besichtigen, welche normalerweise unter Wasser liegen. So konnten wir die beeindruckende Schleusenkammer besichtigen und unter den mächtigen und viele Tonnen schweren Schleusentoren hindurchlaufen.

Richtig spannend wurde es im Anschluss. Es ging für uns in die unterirdischen Stollen unter und neben der eigentlichen Schleusenkammer. Kaum zu glauben, dass durch diese engen Gänge während eines normalen Schleusenvorgangs innerhalb von 9 Minuten rund 15.600 m³ Wasser zu- bzw. abgeleitet werden.

Nach über zwei Stunden spannenden Einblicken bedanken wir uns sichtlich beeindruckt bei Jakob für die Zeit und traten die Heimfahrt an.







